[Artikel] Scheidenaplasie: Endlich eine ganz normale Frau.

Scheidenaplasie – Die Diagnose erfahren die Mädchen meist während der Pubertät, weil die Regel ausbleibt oder Sex unmöglich ist. Die Scheide ist hierbei nicht oder nur unvollständig ausgebildet. Die Vagina ist zu klein, Geschlechtsverkehr nicht möglich. Hilfe und psychische Betreuung finden die Betroffenen in der Universitäts-Frauenklinik Tübingen. Die Tübinger Ärzte verhelfen hier Frauen schon seit Jahren erfolgreich zu einer neuen Vagina, die wie eine normale Scheide reagiert.
Ein Artikel von Claudia Arthen zu der weiterhin noch recht unbekannten Krankheit.
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[neu] 9. MRKH-Selbsthilfetag an der Universitäts-Frauenklinik 2020

„Mädchen und Frauen mit Fehlbildungen: Aktuelles und Bewährtes zum Thema“

Wann? Samstag, den 11.01.2020, von 11 Uhr bis ca. 16 Uhr
Wo? Universitäts-Frauenklinik, großer Hörsaal (Ebene 6) Calwerstraße 7, 72076 Tübingen

Endlich ist es wieder soweit!

Aufgrund des großen Erfolges und der großen Nachfrage bieten die Universitäts-Frauenklinik und die Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie nun bereits zum 9. Mal einen Selbsthilfetag zu MRKH, Neovagina, Kinderwunsch und weiblicher Identität an.

Dieses Mal mit mehr Vorlauf zur besseren Planbarkeit: am 11.01.2020 findet der 9. MRKH-Selbsthilfetag für Betroffene, Partner und Angehörige bei uns in Tübingen statt.

Wir würden uns sehr freuen, Sie dort begrüßen zu dürfen!

Ihr Neovagina-Team aus Tübingen

Anmeldung

PDF: Anmeldeformular

Um sich anzumelden, bitten wir Sie uns das Anmeldungs-Formular bis zum spätestens 01.12.2019 ausgefüllt entweder:

  • per Mail an: info@neovagina.de
  • oder per Post an
    Oberärztin PD Dr. K. Rall
    Universitäts-Frauenklinik Tübingen
    Calwerstr. 7
    72076 Tübingen
  • oder per Fax an: 07071 – 29 4663

zu senden.
Vielen Dank!

Programm

Der aktuelle Stand der Wissenschaft wird in Impulsvorträgen dargestellt zu den Themen:

  • Gebärmutter-Transplantation – Verfahren, Voraussetzungen, Vorgehen, erste Geburten in Tübingen
  • Reproduktionsmedizin bei MRKH – Geht das?
  • Ursachenforschung – Was gibt es Neues?

Zudem werden Workshops zu folgenden Themen stattfinden:

  • Beratung zu Adoptionsverfahren durch Mitarbeiterinnen des Jugendamt Tübingen/ Reutlingen
  • MRKHS im Alltag und in der Partnerschaft – offene Runde für Betroffene
  • „Meine Partnerin/ Tochter hat MRKH“ – offene Runde für Partner und Angehörige
  • „Meet the experts“ – Fragen zu Diagnose, Neovagina-Anlage, Phantom, etc.
  • MRKH und Kinderwunsch – Erfahrungsaustausch, Umgang, Möglichkeiten
  • Neu: MRKH bei Betroffenen und/ oder was ändert sich ohne Partnerschaft

Anfahrt

Anfahrt

Übernachtungsmöglichkeiten:

Link Touristen-Info: www.tuebingen.de/uebernachten

Jugendherberge Tübingen
Hermann-Kurz-Str. 4
72074 Tübingen
Tel: +49 7071 23002

Hotel Katharina
Lessingweg 2
72076 Tübingen
Tel.: +49 7071 67021

Gästehaus (Veranstaltungsort)
www.gzt-tuebingen.de
Hoppe-Seyler-Str. 6
72076 Tübingen
Tel.: +49 7071 4101-0

EZ 99,00 € inkl. Frst.
D 129,00 € inkl. Frst.

Hotel Barbarina
Wilhelmstraße 94
72074 Tübingen
Tel.: +49 7071 26048

Hotel Meteora
Weizsäckerstr. 1
72074 Tübingen
Tel.: +49 7071 9709020

Hotel La Casa
Hechinger Straße 59
72072 Tübingen
Tel.: +49 7071 946660

Pressemitteilung: Die ersten beiden Kinder nach Gebärmuttertransplantation in Deutschland sind in der Universitäts-Frauenklinik Tübingen gesund zur Welt gekommen!

Nach jahrelanger Vorbereitung konnte im Herbst 2016 die erste Gebärmuttertransplantation Deutschlands erfolgreich durchgeführt werden. Nun haben in der Universitäts-Frauenklinik des Universitätsklinikums Tübingen zwei transplantierte Frauen ihr gesundes Kind per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Bereits im März entbanden die Ärzte ein erstes Baby, Mitte Mai folgte ein zweites.

Damit brachten die beiden Mütter Hanna M.* (25) und Julia W.* (26) das weltweit 15. bzw. 17. Kind zur Welt, das nach einer Gebärmuttertransplantation geboren wurde. Die Tübinger Forscher konnten den beiden jungen Frauen damit ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen, ein biologisch eigenes Kind auf die Welt zu bringen. Weil die Frauen ohne Scheide und ohne Gebärmutter geboren wurden, schien das unmöglich. Professor Sara Brucker, Geschäftsführende Ärztliche Direktorin des Departments für Frauengesundheit am Universitätsklinikum Tübingen, beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit Frauen, bei denen aufgrund des Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndroms während der Entwicklung im Mutterleib zwar Eierstöcke, aber keine Scheide und auch keine Gebärmutter angelegt werden. Nach dem Anlegen einer Scheide im Jugendalter, einer sogenannten Neovagina, konnte in Deutschland bei mittlerweile drei Frauen erfolgreich ein Uterus transplantiert werden. „Ich freue mich, dass sich die jungen Mädchen mit unserer Hilfe und dank der Neovagina als Frau fühlen können“, so die Ärztin und Forscherin. „Und jetzt endlich auch als Mutter.“
Zusammen mit einem multidisziplinären Ärzteteam, bestehend aus Professor Diethelm Wallwiener, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik, und Professor Alfred Königsrainer, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie und Professor Silvio Nadalin, Leiter des Transplantationszentrums, transplantierte Brucker in Kooperation mit dem Transplantationsteam des Universitätsklinikums Göteborg, Schweden, in mehrstündigen Operationen die Gebärmütter.

Schwangerschaft und Geburt
Bereits sechs Wochen nach der Operation setzte bei Julia W. die erste Menstruation ein – der erste Funktionsbeweis des transplantierten Uterus. Nachdem auch noch klar war, dass die Gebärmutter angenommen wurde und keine Abstoßungsreaktionen stattfanden (dies wurde durch zahlreiche Blut- und Gewebeentnahmen bestätigt), wurde ihr Mitte 2018 eine eigene, zuvor mit den Spermien des Ehemanns befruchtete Eizelle eingesetzt . Sowohl die Schwangerschaft als auch die Entbindung per Kaiserschnitt in der 36. Schwangerschaftswoche verliefen normal und unauffällig. „Wie bei jeder anderen Frau“, so Brucker. Der Junge wog bei seiner Geburt fast 2200 Gramm und war 45 cm groß. „Ich kann es noch gar nicht glauben, unseren kleinen Sohn in den Armen zu halten. Unser sehnlichster Wunsch ist in Erfüllung gegangen“, sagt die überglückliche 26-jährige Mutter.
Aufgrund des guten Verlaufs von Schwangerschaft und Geburt spricht laut der Gynäkologin nichts gegen eine zweite Schwangerschaft: „Spätestens nach dem zweiten Kind werden wir die Gebärmutter aber wieder entfernen.“ Um Abstoßungsreaktionen zu vermeiden, ist die Einnahme von Immunsuppressiva notwendig. Sie gilt es, zum Wohl der Frau auf einen möglichst kurzen Zeitraum zu begrenzen. „Für das ungeborene Kind ist die während der Schwangerschaft ohnehin angepasste Immunsuppression ungefährlich“, so Transplantationschirurg Königsrainer. „Wir haben Langzeiterfahrungen, die zeigen, dass das Immunsystem des Kindes im Mutterleib nicht geschädigt wird. In einem Register sind weltweit knapp 20.000 Kinder von Frauen erfasst, die nach Nieren- oder Lebertransplantationen schwanger wurden und die gleichen Medikamente erhielten.“

Eine Krankheit, die mit großem Leiden verbunden sein kann
Zusammen mit Forschern aus der ganzen Welt war Brucker 2016 Gründungsmitglied der Internationalen Gesellschaft für Uterustransplantation. In einer durch die Gesellschaft initiierten Datenbank sind alle verfügbaren Informationen zu den bisherigen Transplantationen gebündelt; die Wissenschaftler treffen sich einmal jährlich, um sich auszutauschen und die öffentliche Diskussion anzuregen. Denn Brucker und ihre internationalen Kollegen möchten für die gesellschaftliche Anerkennung kämpfen: „Eine Gebärmutter ist kein lebensnotwendiges Organ – aber notwendig, um einen Kinderwunsch zu erfüllen. Für betroffene Frauen kann das Fehlen dieses Organes und die daraus resultierende Kinderlosigkeit großes psychisches Leid bedeuten. Da die Leihmutterschaft in Deutschland nicht erlaubt ist, ist die Gebärmuttertransplantation hierzulande die einzige Chance auf ein biologisch eigenes Kind“, entgegnet sie Kritikern. Im Laufe des Jahres sind in Tübingen weitere Uterustransplantationen geplant.

*Namen geändert. Julia W. ist die Frau mit der ersten transplantierten Gebärmutter in Deutschland. Sie brachte das zweite Baby nach Gebärmuttertransplantation in Deutschland zur Welt. Auf persönlichen Wunsch von Hanna M. veröffentlichen wir keine Informationen zu Transplantation, Schwangerschaft und Geburt. Mutter und Kind sind wohlauf.

Medienkontakt

Universitätsklinikum Tübingen
Department für Frauengesundheit – Forschungsinstitut für Frauengesundheit
Prof. Dr. med. Sara Brucker
Calwerstraße 7, 72076 Tübingen
Tel. 07071 29-80791, Fax 07071 29-4663
E-Mail: sara.brucker@med.uni-tuebingen.de

8. MRKH-Selbsthilfetag an der Universitäts-Frauenklinik

„Mädchen und Frauen mit Fehlbildungen: Aktuelles und Bewährtes zum Thema“

Wann? Samstag, den 27.10.2018, von 11 Uhr bis ca. 16 Uhr
Wo? Universitäts-Frauenklinik, großer Hörsaal (Ebene 6) Calwerstraße 7, 72076 Tübingen

Endlich ist es wieder soweit!

Aufgrund des großen Erfolges und der großen Nachfrage bieten die Universitäts-Frauenklinik und die Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie bereits zum 8. Mal einen Selbsthilfetag zu MRKH, Neovagina, Kinderwunsch und weiblicher Identität an. Am Samstag, 27.10.2018, findet der 8. MRKH-Selbsthilfetag für Betroffene, Partner und Angehörige bei uns in Tübingen statt.

Wir würden uns sehr freuen, Sie dort begrüßen zu dürfen!

Anmeldung

PDF: Anmeldeformular

Um sich anzumelden, bitten wir Sie uns das Anmeldungs-Formular bis zum spätestens 01.10.2018 ausgefüllt entweder:

  • per Mail an: info@neovagina.de
  • oder per Post an
    Oberärztin PD Dr. K. Rall
    Universitäts-Frauenklinik Tübingen
    Calwerstr. 7
    72076 Tübingen
  • oder per Fax an: 07071 – 29 4663

zu senden.
Vielen Dank!

Programm

Der aktuelle Stand der Wissenschaft wird in Impulsvorträgen dargestellt zu den Themen:

  • Gebärmutter-Transplantation – Verfahren, Voraussetzungen, Vorgehen in Tübingen
  • Reproduktionsmedizin bei MRKH – Geht das?
  • Ursachenforschung – Was gibt es Neues?

Zudem werden Workshops zu folgenden Themen stattfinden:

  • Beratung zu Adoptionsverfahren durch Mitarbeiterinnen des Jugendamt Tübingen/ Reutlingen
  • MRKHS im Alltag und in der Partnerschaft – offene Runde für Betroffene
  • „Meine Partnerin/ Tochter hat MRKH“ – offene Runde für Partner und Angehörige
  • „Meet the experts“ – Fragen zu Diagnose, Neovagina-Anlage, Phantom, etc.
  • MRKH und Kinderwunsch – Erfahrungsaustausch, Umgang, Möglichkeiten

Anfahrt

Anfahrt

Übernachtungsmöglichkeiten:

Link Touristen-Info: www.tuebingen.de/uebernachten

Jugendherberge Tübingen
Hermann-Kurz-Str. 4
72074 Tübingen
Tel: +49 7071 23002

Hotel Katharina
Lessingweg 2
72076 Tübingen
Tel.: +49 7071 67021

Gästehaus (Veranstaltungsort)
www.gzt-tuebingen.de
Hoppe-Seyler-Str. 6
72076 Tübingen
Tel.: +49 7071 4101-0

EZ 99,00 € inkl. Frst.
D 129,00 € inkl. Frst.

Hotel Barbarina
Wilhelmstraße 94
72074 Tübingen
Tel.: +49 7071 26048

Hotel Meteora
Weizsäckerstr. 1
72074 Tübingen
Tel.: +49 7071 9709020

Hotel La Casa
Hechinger Straße 59
72072 Tübingen
Tel.: +49 7071 946660

[neu] 7. MRKH-Selbsthilfetag an der Universitäts-Frauenklinik

Aufgrund der großen Nachfrage und des bisherigen Erfolges bot die Universitäts-Frauenklinik zusammen mit den Kollegen aus der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am 22.07.2017 bereits zum 7. Mal einen Selbsthilfetag zum Thema Neovagina, Kinderwunsch und weibliche Identität: „Mädchen und Frauen mit MRKH: Aktuelles und Bewährtes zum Thema“ an.

Neben den Betroffenen wurden bewusst auch Partner und Angehörige mit eingeladen.
Mit über 120 Anmeldungen und über 90 registrierten TeilnehmerInnen war der Selbsthilfetag wieder sehr gut besucht. Bei herrlichem Sommerwetter und Verpflegung fand der MRKH-Selbsthilfetag wieder in sehr entspannter Atmosphäre und reger Beteiligung in der Uni-Frauenklinik Tübingen statt.

Es gab Impulsvorträge zu folgenden aktuellen Themen:

  • Gebärmuttertransplantation – Verfahren, Erfolge in Tübingen
  • Reproduktionsmedizin bei MRKH – Leihmutterschaft, Sozial freezing, etc.- Was bedeutet das und was ist möglich?
  • Ursachenforschung MRKH- Was gibt es Neues?

Zum anderen wurden interaktive Workshops und Diskussionsrunden mit Erfahrungsberichten der TeilnehmerInnen in Kleingruppen angeboten zu den Themen:

  • Adoption – Darstellung des Adoptionsverfahrens durch Mitarbeiterinnen des Jugendamts Tübingen und Reutlingen und Diskussionsrunde
  • Umgang mit MRKH im Alltag und Partnerschaft – offene Runde für Betroffene
  • „Meine Partnerin/ Tochter hat MRKH“ – offene Runde für Partner und Angehörige
  • „Meet the experts“- Fragen zu Diagnose/ Selbstdehnung/ Neovagina-OP etc.
  • MRKH und Kinderwunsch – Erfahrungsaustausch, Voraussetzungen und Ablauf einer Gebärmuttertransplantation in Tübingen/ Vorstellung der Uterustransplantations-Sprechstunde

Es gab die Möglichkeit den Experten aus Psychologie und Gynäkologie einzeln oder in der Gruppe Fragen zu stellen, sowie reichlich Gelegenheit sich untereinander auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Auch wir als spezialisiertes Zentrum profitieren sehr von einem solchen Tag und haben uns dieses Mal ganz besonders über die tolle und sehr offene Beteiligung und Mitarbeit auf Seiten der TeilnehmerInnen gefreut.

Herzlichen Dank allen TeilnehmerInnen für das große Interesse, die aktive Mitarbeit und die Offenheit sich gegenseitig zu unterstützen. Wir danken allen für das durchweg positive Feedback und die konstruktiven Vorschläge, die wir persönlich und über die Feedbackbögen erhalten haben.

Wir freuen uns schon sehr auf den 8. MRKH- Selbsthilfetag und werden den Termin rechtzeitig über unsere Homepage bekannt geben.

Herzliche Grüße und bis bald.
Ihr MRKH-Team aus Tübingen